Störanfällig, aber lukrativ

Heft 2/2017

Angola

DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN ANGOLA UND ISRAEL sind von beiderseitigem ökonomischen Interesse geprägt, ideologische Differenzen spielten nur anfangs eine Rolle – und im Dezember 2016, als Angola als nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats gegen die Siedlungspolitik Israels votierte.

 

Mit der Resolution 2334 (2016) hat der UN-Sicherheitsrat die illegalen israelischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet und in Ost-Jerusalem verurteilt. Als Reaktion auf ihr positives Votum hat Israel seine diplomatischen Beziehungen zu zehn der 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrates abgebrochen. Für die beiden afrikanischen Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrats behielt sich Israel eine besondere Strafmaßnahme vor: keine bilaterale Entwicklungshilfe für Senegal und Angola mehr. Israels Antwort auf Angola, dessen Amtszeit im Sicherheitsrat am 31. Dezember 2016 endete, wird weitgehend als symbolisch interpretiert, sie steht jedoch im Einklang mit der längeren Geschichte der israelisch-angolanischen Außenbeziehungen. ...

 

Marissa Moorman

 

Die Autorin ist Historikerin und Dozentin am Department of History der Indiana University, Bloomington, USA. Gegenwärtig arbeitet sie an der Herausgabe eines Buches über Radio, Staatsmacht und den Kalten Krieg in Angola. Sie gehört zur Redaktion von „Africa is a Country".
Wir danken für die freundliche Zusammenarbeit.

Englisches Original des Artikels: "The long short history of Angola-Israel relations", http://africasacountry.com/2017/01/the-long-short-history-of-angolan-israeli-state-relations/

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