Sinusbogen überm Kongo

Heft 3/2014

DR Kongo: Literatur

Celio war der Intellektuelle von nebenan oder zumindest hielt man ihn dafür. Er diente als Anwalt, Schlichter, Schreiber und Gelegenheitsnotar. Er für sich allein war ein komplettes Büro. Tagtäglich trugen seine Leidensgenossen ihm ihre Klagen vor oder baten ihn, in diese oder jene Angelegenheit einzugreifen. Celio war aufgewachsen wie sie, er war Waise unter Waisen. Wenn er aber über ein gewisses geistiges Rüstzeug verfügte, dann weil er, wie er behauptete, ernsthafte Studien hatte betreiben können. Stimmen tat das nicht. ...

 

In Koli Jean Bofane

 

Textausschnitt aus: In Koli Jean Bofane, „Sinusbögen überm Kongo“, Horlemann, Berlin 2013.

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