Rohstoffe aus der DR Kongo – über- oder unterreguliert?

Heft 6/2014

DR Kongo

DIE DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO IST REICH AN NATÜRLICHEN ROHSTOFFEN. Internationale Gesetze sollen den Handel mit so genannten Konfliktmineralien kontrollieren. Ihre Umsetzung ist umstritten.

 

Die Ausbeutung von Mineralien wie Kupfer, Zinn, Kobalt, Diamanten, Gold, Niob und Tantal im Kongo begann bereits teilweise in der Kolonialzeit. Der Rohstoffexport war auch eine wichtige Stütze der Diktatur von Mobutu Sese Seko, der das Land ab 1965 nach einem vom Westen unterstützten Putsch bis 1996 beherrschte. Mit dem Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 1996, in den mehrere Nachbarstaaten involviert waren, rückten einige der Rohstoffe zeitweise in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Studien der Vereinten Nationen belegten, dass verschiedene Rebellenfraktionen und Besatzungsarmeen ebenso wie die Regierungsarmee den Abbau und den Export von Rohstoffen nutzten, um einen Teil der Kosten ihrer Kriegsführung zu finanzieren. Dennoch reagierte die asiatische, nordamerikanische und europäische Industrie, die diese Rohstoffe verarbeitete, jahrelang nur mit Lippenbekenntnissen...

 

Friedel Hütz-Adams

 

Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des SÜDWIND-Instituts.

Sie möchten gerne weiterlesen?

Bestellen Sie das Einzelheft oder ein Abonnement von afrika süd.