Klimawandel im Südlichen Afrika

Heft 6/2015

Afrika Süd-Klimadossier

DIE INTERNATIONALE KLIMAKONFERENZ IN PARIS (COP 21, 30.11.-11.12.2015) bietet Anlass, unseren Fokus auf den Klimawandel und dessen Folgen im südlichen Afrika zu richten. Dort sind die Klimaveränderungen längst spürbar: Starkregen und Überflutungen einerseits und vermehrte Dürren andererseits. Das illustrieren viele Beiträge in diesem Klimadossier. Es stellt die Probleme und lokale Ansätze zur innovativen Bewältigung vor. So haben Klimainitiativen aus dem südlichen Afrika klare Forderungen an die UN-Klimakonferenz und ihre eigenen Regierungen. Ob die Staatsvertreter sich auf die hochgesteckten Ziele zur verbindlichen und deutlichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen einigen, wird sich zeigen.

 

Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer tragen große Verantwortung. Was das für die Menschen im Umfeld von Kohlegebieten bedeutet, veranschaulicht ein Artikel zu Südafrika. Dennoch ist die Stromversorgung vor Ort oft problematisch, wie ein weiterer Beitrag illustriert. Er beleuchtet auch kritisch den Ausbau südafrikanischer Atomkraftwerke.


Gleichzeitig ist die Regenbogennation am Kap Vorreiter für erneuerbare Energien, hier spielt die Windkraft eine große Rolle. Sie zählt zu den Reichtümern entlang der Küstengebiete, die sich über viele Tausend Kilometer an der Südspitze des Kontinents erstrecken. Die sinnvolle Nutzung der reichlich vorhandenen Solarenergie stellen kreative Erfinderinnen selbst vor. Hier sind Township-Frauen die innovativen Kräfte. Frauenpower lautet auch das Zauberwort für die lokal angepasste Entwicklung und Verbreitung energiesparender Herde in Lesotho. Vom Hochgebirge geht es ins Hügelland nach Simbabwe, wo Rinderhalter sich für neue Formen der Weidewirtschaft zusammengeschlossen haben. Unsere Reportage belegt: Mit dem Rückgang von Gräsern und der Artenvielfalt auf den Weiden leiden ihre Tiere merklich.


Lokal angepasstes Saatgut brauchen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Tansania, denn die kostspieligen Hybridsorten internationaler Agrarkonzerne sorgen nicht für ausreichende Ernten. Auch in Malawi dreht sich alles um die gefährdete kleinbäuerliche Landwirtschaft. Hier haben Starkregen und Überflutungen die fruchtbaren Böden mancherorts bereits weggespült. Deshalb sind Entwicklungsorganisationen gefordert, mit Frauen und Männern vor Ort nachhaltige Lösungen zur Ernährungssicherung zu erarbeiten. Wie Entwicklungskooperation im urbanen Mosambik konkret vorgeht, um neue Flutkatastrophen zu vermeiden, zeigt ein Erfahrungsbericht auf. Da der Klimawandel nicht vor Landesgrenzen halt macht, sind die Regierungen zur Kooperation gefordert. Wie das in der Praxis geschieht, veranschaulicht ein Beitrag über grenzübergreifende Nationalparks, die auf den Erhalt der Biodiversität, Artenschutz in der Tierwelt und Ökotourismus setzen. Junge Journalisten aus dem südlichen Afrika widmen sich all diesen Themen und lassen uns teilhaben an ihren Berichten. Lesen Sie am besten selbst, was sie uns zu sagen haben. Wenn Sie mehr erfahren möchten, schauen Sie bitte auch auf die interaktive Webseite http://africanclimatevoices.com/ mit zahlreichen klimapolitischen Berichten, lokalen und regional vergleichenden Studien, Filmen und Reportagen.

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