Heft 1/2022, Südafrika: Desmond Tutu

Liebe hat ihre Grenzen

TUTUS ROLLE FÜR VERSÖHNUNG UND BEFREIUNG. Als oberster Beichtvater beim Übergang Südafrikas zur Demokratie vertrat der Erzbischof eine Vision politischer Gerechtigkeit, die eher auf Sühne und Mitgefühl als auf Taten und Rechenschaft beruhte. Es ging ihm um die Heilung des Einzelnen, die Aufarbeitung des gesellschaftlichen Systems dahinter blieb offen.

Erzbischof Desmond Tutu wird als Architekt der südafrikanischen Demokratie in die Geschichte eingehen, obwohl er weder zu den Verhandlungsführern der Parteien noch zu den Verfassern der Post-Apartheid-Verfassung gehörte. Seine Überzeugung, dass Versöhnung der Eckpfeiler der südafrikanischen Befreiung sein sollte – eine Überzeugung, die Nelson Mandela teilte – , trug dazu bei, den grundlegenden Kompromiss des Übergangs aus der Apartheid in die Demokratie in Südafrika zu definieren. ...

Carlos Amato

Der Autor ist ein in Johannesburg lebender Karikaturist, Autor und Illustrator. Er war Redakteur des Magazins „Sunday Times Lifestyle" und ist Autor von „Wayde van Niekerk: Road to Glory" (Jonathan Ball, 2018).

Sein Beitrag erschien zuerst unter dem Titel „Tutu took love to its limits" in New Frame, 26.12.2021
https://www.newframe.com/tutu-took-love-to-its-limits/

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