Heft 1/2024, Tansania

Die Vertreibung der Maasai

Die Weidewirtschaft der Maasai-Pastoralist:innen steht den touristischen Ambitionen der tansanischen Regierung im Wege. Seit 2022 leiden sie unter anhaltenden Vertreibungen aus ihrer Heimat in den Gebieten Loliondo und Ngorongoro in der Region Arusha. Bei Gesprächen vor Ort berichten sie von ihrem Kampf um den Erhalt ihrer traditionellen Werte und ums nackte Überleben.
Von Kizito Makoye

Wenn die Sonne am Horizont versinkt, überziehen ihre leuchtenden Strahlen die trockene Landschaft. Eine Wolke aus Staub, aufgewirbelt von den Hufen der Rinder, vermischt sich mit dem warmen Schein und erzeugt ein schillerndes Schauspiel. Das rhythmische Klirren der Kuhglocken hallt durch die Luft und trägt zu der bezaubernden Atmosphäre bei. Dieses tägliche Ritual bedeutet die Rückkehr der Maasai-Hirt:innen und ihres Viehs – Kühe, Ziegen und Schafe – in ihre Enklaven, nachdem sie einen Tag lang unermüdlich auf der Suche nach Wasser und Weideland unterwegs waren. ...

Kizito Makoye ist freier Journalist aus Daressalam und Korrespondent verschiedener lokaler und internationaler Agenturen.
Übersetzt aus dem Englischen.

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