Unmittelbar nach der Amtseinführung Donald Trumps setzte die US-Regierung 83 Prozent der US-Hilfsprogramme weltweit aus. 5.200 USAID-Projekte sind von dem Stopp betroffen. Die USA zogen außerdem ihren Veitrag zur Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück und kürzten ihre Mittel für das Welternährungsprogramm und den Globalen Fonds, der den Großteil der Mittel für HIV-, Tuberkulose- und Malaria-Maßnahmen in Afrika bereitstellt.
Von Vince Musewe
Die Auswirkungen der neuen US-Politik auf Afrika dürften besonders verheerend sein. Projekte, die HIV/Aids-Prävention, Ernährungssicherheit, landwirtschaftliche Produktivität, Wirtschaftswachstum, Demokratie, Menschenrechte und Regierungsführung fördern, die Sicherheit stärken und den Zugang zu hochwertiger Bildung und sozialen Diensten verbessern, sind gefährdet. Im Jahr 2024 gingen allein 12,7 Mrd. US-Dollar von insgesamt 41 Mrd. US-Dollar Entwicklungshilfe der USA an Afrika. Der plötzliche Entzug dieser Mittel wird sicherlich viele Probleme verursachen, da die meisten afrikanischen Regierungen schlicht nicht über ausreichende Ressourcen verfügen, um die Lücke zu schließen. Laut der Prognoseplattform International Futures (Universität Denver) werden im nächsten Jahr schätzungsweise 5,7 Mio. weitere Menschen in Afrika unter die Einkommensgrenze von 2,15 US-Dollar pro Tag fallen, die für extreme Armut gilt, sollte die Trump-Regierung ihren Plan der Entwicklungshilfekürzung umsetzen. Bis 2030 würden dadurch insgesamt fast 19 Millionen weitere Afrikaner*innen als extrem arm gelten. ...
Vince Musewe ist ein freiberuflicher simbabwischer Wirtschaftswissenschaftler.
Übersetzt aus dem Englischen und gekürzt.

