Heft 2/2025, Südafrika

Elon Musks südafrikanische Fantasie

Das am 23. Januar 2025 von Präsident Cyril Ramaphosa unterzeichnete Entschädigungsgesetz löst das Expropriation Act aus der Apartheidzeit von 1975 ab. Die Reaktion reaktionärer Kräfte, vor allem in Form eines Elon Musk, war heftig. Sie nutzen die Landreform als Vehikel für ihre ideologische Agenda, die dem Erhalt wirtschaftlicher Privilegien der Weißen gilt.
Von William Shoki

Musks Empörung über die Landreform in Südafrika dreht sich nicht um Gerechtigkeit – es geht darum, rechtsgerichtete Paranoia zu schüren und wirtschaftliche Privilegien zu bewahren.
Elon Musk besinnt sich wieder auf sein Geburtsland. Er hat weltweit Panik unter den Rechten über Südafrikas Landbesitzgesetze und die Politik der „affirmative action" (positiven Diskriminierung) geschürt. Dies gipfelte in Donald Trumps Dekret, das die US-Finanzhilfen für Südafrika beendete und ethnische Afrikaaner, die angeblich „Opfer einer ungerechten Rassendiskriminierung" seien, zur Ansiedlung in den USA einlud. Musks Behauptungen finden Anklang bei rechtsgerichteten afrikaanisch-nationalistischen Gruppen in seiner ursprünglichen Heimat, die seit Jahren die Paranoia schüren, die Weißen in Südafrika seien eine bedrängte und verfolgte Minderheit. ...

William Shoki ist Herausgeber von Africa Is a Country. Er lebt in Kapstadt.
Sein hier leicht gekürzter Beitrag erschien am 19.02.25 in africasacountry.
https://africasacountry.com/2025/02/elon-musks-south-african-fantasy
Übersetzt aus dem Englischen.

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