Heft 2/2026, Namibia

Namibias Ölrausch: Wer profitiert am meisten und wer hat das Sagen?

Da es nun fast sicher scheint, dass Namibia bis 2030 zum Ölproduzenten wird, hat der Krieg im Iran den Bestrebungen der Regierung, ein bedeutender Energieexporteur zu werden, zusätzliche Dringlichkeit verliehen. Doch wer profitiert davon und was bedeutet dies für die lokale Wirtschaft an der Diamantküste?

Von John Grobler

Die enormen Offshore-Erdgasvorkommen im Orange-Becken zu verwerten, um den Orange-River-Korridor von Namaqualand und Namibias Kharas-Region in ein Zentrum für den Abbau Seltener Erden und saubere Energie zu verwandeln und so die Wirtschaft in der SADC-Region anzukurbeln, ist ein kühner, ehrgeiziger Plan von gewagtem Umfang. Dort wurden bereits mehr als 21 Mio. Barrel potenzieller Leichtöl- und Gasvorkommen entdeckt.

Der Plan besteht schon seit 10 Jahren und wird von der 50-Mrd.-US-Dollar-Initiative „Mission 300" der Weltbank unterstützt, mit der 300 ländliche afrikanische Haushalte bis 2030 an das Stromnetz angeschlossen werden sollen – ein Plan, von dem kaum jemand etwas weiß. ...

John Grobler ist Mitarbeiter bei Oxpeckers Investigative Environmental Journalism mit Sitz in Namibia. Dies ist ein Überblick und eine Analyse einer Reihe transnationaler #PowerTracker-Recherchen, die die potenziellen ökologischen, sozioökonomischen und politischen Auswirkungen der Öl- und Gaserschließungen im Orange Basin Corridor untersuchen.

Dieser Text wurde am 20.3.26 bei Oxpeckers veröffentlich:
https://oxpeckers.org/2026/03/namibia-oil-rush/

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