Heft 3/2018, Angola

Der Geist von Mpalabanda

IN DER ANGOLANISCHEN EXKLAVE CABINDA LEBT DAS ERBE EINER GEWALTFREIEN BÜRGERBEWEGUNG.

Gestern wie heute prägt extreme Armut das Leben der Menschen in Cabinda. Schon bei der Ankunft in der Exklave Angolas wird der Gast mit ihr konfrontiert. Für ausländische Journalisten ist die Provinz jedoch Sperrzone. Inländischen Medienschaffenden, die es wagen, für eine kritische Berichterstattung über die Missstände dorthin zu reisen, drohen Haft und weitere Repressalien. Daher finden die massiven Übergriffe in dieser von Gewalt geprägten Provinz Angolas unbemerkt von der Weltöffentlichkeit statt, so dass die Zentralregierung, eine der Konfliktparteien, schon allein das Wort „Krieg" in der Region als Parteinahme zugunsten der bewaffneten Separatisten bewerten kann. Der brutale Krieg, der seit vier Jahrzehnten dort tobt, wird verschwiegen, um Investoren nicht von der Ausbeutung der Rohstoffe in Cabinda abzuschrecken. Auch manche Experten aus dem Ausland wenden nur den Begriff „low intensity war" an, um die Zentralregierung nicht zu verärgern. ...

Emanuel Matondo

Der hier leicht gekürzte Beitrag erschien in voller Länge zuerst in „Die Rote Hilfe", Zeitung der Roten Hilfe e.V.
www.rote-hilfe.de
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