Heft 3/2018, Simbabwe

Jenseits von Parteien

SOZIALE MEDIEN UND BEWEGUNGEN IN SIMBABWE. Wie in vielen anderen Ländern weltweit waren bisher politische Parteien und Wahlen – wenn man in Simbabwe überhaupt von regulären Wahlen sprechen kann – das Mittel, mit dem die Bürgerinnen und Bürger ihren politischen Willen ausdrücken konnten bzw. es zumindest versuchten. Nach den vom Regime des greisen Autokraten Robert Mugabe und seiner Partei Zanu-PF manipulierten Wahlen von 2013 hat sich dies gewandelt. Insbesondere die jungen Bürgerinnen und Bürger bedienen sich zunehmend anderer Mittel, um ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen.

Seit Ende 2015 bestimmen, zumindest in den urbanen Gebieten, friedliche Proteste, Demonstrationen, Petitionen, Kampagnen, Märsche und Veranstaltungen, die die Forderung eines Volkes nach sozialer Gerechtigkeit und politischem Wandel unterstreichen, das Bild des Landes. Dies kumulierte im November 2017 mit den spontanen Freudenkundgebungen beim „sanften Staatsstreich" durch Emmerson Mnangagwa und das simbabwische Militär. ...

Jürgen Langen

Der Autor ist Publizist und Experte für das südliche Afrika. Zuletzt lebte und arbeitete er von 2012 bis 2016 in Harare, Simbabwe.

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