Heft 3/2018, Sambia

Vieles neu in Sambia

WIE SICH SAMBIA IN DEN LETZTEN JAHREN ENTWICKELT HAT. Seit der Jahrtausendwende galt Sambia als Hoffnungsträger – in jüngster Zeit dominieren wieder negative Schlagzeilen. Diese Momentaufnahmen, meist auf die Makroebene, verdecken den Blick auf längerfristige, bei aller Ambivalenz auch positive Entwicklungen. Das zumindest stellten die Autoren fest, als sie nach Jahrzehnten wieder in die ihnen wohl bekannte Nordwestprovinz reisten, um dort Vergleiche zwischen 1977, 1993 und 2015 anzustellen.

Im entlegenen, dünn besiedelten Kabompo-Distrikt leben heute 100.000 Menschen (1980: 35.000). Von ihnen sind 90 Prozent Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit einer Bewirtschaftungsfläche von ein bis zwei Hektar. Bis Mitte der 1970er-Jahre basierte deren Lebenshaltungssystem auf Subsistenzlandwirtschaft, ergänzt durch Kleingewerbe und Wanderarbeit. Bedingt durch die damalige Krise der Kupferexportökonomie und dem damit einhergehenden Sinken der Staatseinnahmen kam es zu einem Rückgang städtischer Beschäftigungsmöglichkeiten und von Einkommenstransfers in die Dörfer. Eine der beiden Säulen der Existenzsicherung war ins Wanken geraten. Was hat sich seither in der Wirtschafts- und Lebensweise der Menschen in diesem Distrikt verändert? Was ist gleichgeblieben? ...

Maria Tekülve und Theo Rauch

Maria Tekülve ist promovierte Geographin und Entwicklungssoziologin.
Theo Rauch ist als habilitierter Wirtschafts- und Sozialgeograph Honorarprofessor an der Freien und der Humboldt-Universität in Berlin.

Der Beitrag basiert auf dem Buch der Autoren „Alles neu, neu, neu! in Afrika. Vier Jahrzehnte Kontinuität und Wandel in der sambischen Provinz", erschienen im Verlag Hans Schiler, Berlin 2017, 278 S.

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