Heft 3/2022, EU-Afrika

Die EU ist für Afrika nicht die Lösung, sondern ein Problem

Ein Rückblick auf den EU-Afrika Gipfel

Von Boniface Mabanza Bambu

Seit Jahren scheinen die EU-Afrika-Gipfel nach dem gleichen Schema zu verlaufen: Am Ende haben afrikanische Länder Probleme und die EU ist die Lösung. Immer wenn große Konfliktthemen im Raum stehen und die EU keine überzeugende Antwort zu formulieren weiß, kommt sie mit dem großen Versprechen vom Geldsegen für Afrika. Das war schon 2017 der Fall, als die Migrationskrise im Mittelmeer die Vorbereitungen des 5. Afrika-EU-Gipfels in Abidjan dominierte. Der diesjährige EU-Afrika-Gipfel in Brüssel vom 17. bis 18. Februar war da keine Ausnahme.

Die Ankündigung von 150 Milliarden Euro für Investitionen in Afrika durch die EU und ihre Mitgliedsstaaten – einschließlich eines erheblichen Anteils, den Investoren mittragen sollen – stand im Mittelpunkt der Abschlusserklärung der Staats- und Regierungschefs. Damit wird dem Narrativ Vorschub geleistet, dass die EU die Lösung für Afrikas Probleme sei. Das Gegenteil ist aber der Fall. ...

Boniface Mabanza Bambu ist für die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA tätig.

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