Blutige Proteste gegen Benzinpreiserhöhungen haben das öffentliche Leben in Angolas Hauptstadt Luanda und anderen Städten Ende Juli zum Erliegen gebracht. Der Abbau von Subventionen wird von einer zunehmend frustrierten Bevölkerung nicht mehr hingenommen.
Von Lothar Berger
Steigende Nahrungsmittelpreise, teurer Strom, unbezahlbare Benzinpreise: Solange Armut und Ungleichheit im krassen Widerspruch zum Reichtum der Eliten stehen und diese Preissteigerungen durch Inflation und Energiekrise auf die Verbraucher*innen abwälzen, geht die urbane, zunehmend selbstbewusste Jugend vielerorts in Afrika auf die Straße. In Nigeria kam es letzten August zu landesweiten Massenprotesten gegen steigende Preise und Regierungskorruption, die mit mindestens 19 Toten im Blutvergießen endeten. In Kenia haben die als „Generation Z" bekannt gewordenen Jugendlichen den bislang größten Jugendprotest in der Geschichte des Landes ausgelöst. Ähnliche Szenarien wiederholen sich in anderen afrikanischen Staaten. ...

