Eine Wende zu grüner Energie ist bitter nötig. Doch postkoloniale Verhältnisse und die Mechanismen des Weltmarkts bedrohen die Rechte der Ovaherero und Nama in Namibia.
Von Henryk Joost
Geordnete Reihen von Solarzellen oder vereinzelte Windkraftanlagen heben sich gegen den Sonnenuntergang ab: Die Werbevideos von Namibias größtem Wasserstoffprojekt zeigen aufgeräumte Industrieanlagen in einer menschenleeren, sanften Wüstenlandschaft und vermitteln geradezu harmonische Eintracht zwischen den Produktionsanlagen, der Umwelt und den nur am Rande vorkommenden Menschen. Getragen von einem Joint Venture eines deutschen und eines englischen Unternehmens entsteht im namibischen Tsau-?Khaeb-Nationalpark, einem ehemaligen Diamantenabbaugebiet, südlich der Stadt Lüderitz das Projekt „Hyphen". ...
Henryk Joost schreibt seine Masterarbeit am Fachbereich Humangeographie der Uni Frankfurt zu grünem Extraktivismus am Beispiel des Wasserstoffprojekts Hyphen. Er arbeitet als Werkstudierender bei medico international.
Der Beitrag erschien am 15.7.2024 auf der Seite von medico international.

