Heft 5/2018, Tansania: Mode

Fake it, until you make it

MUSTAFA HASSANALI IST EINER DER BEKANNTESTEN MODEDESIGNER OSTAFRIKAS. Seit 2008 organisiert er in seiner Heimat Tansania die Swahili Fashion Week. Anfang Dezember findet die elfte Ausgabe dieser Modeschau in Daressalam statt. Rene Vesper hat für afrika süd mit Mustafa Hassanali über die Herausforderungen für Modedesigner in Tansania gesprochen.

Herr Hassanali wie hat ihre Karriere begonnen?
Eigentlich habe ich Medizin studiert. Ich komme aus keiner reichen Familie und in meiner Familie gibt es auch niemanden, der irgendetwas mit Mode zu tun hätte. Meine Mutter hat vielleicht mal Gewänder, Pyjamas oder T-Shirts zusammengenäht oder geflickt, aber das war auch schon alles.

Während meines ersten Jahres an der Universität sind meine Eltern gestorben, also musste ich mir die Frage stellen, wie ich mich finanziere. Eines wusste ich ganz genau: dass ich Mode liebe.

1999 hatte ich für ein Model Mode entworfen, die sie beim Miss Tansania-Wettbewerb getragen hat. Damals war das der einzige und prestigeträchtigste Wettbewerb in Tansania. Als sie diesen Wettbewerb gewann, wurde ich über Nacht ein gefragter Modedesigner, denn so viele Designer gab es in Tansania nicht, vielleicht eine Handvoll.

Wenn dann als Student auf einmal Geld für Dinge zu Dir kommt, für die Du ohnehin brennst, dann versuchst Du natürlich, mehr in dieser Richtung zu erreichen, zumal Du in den Medien immer bekannter wirst. Mit dem Geld aus der Modebranche konnte ich damals in der Universität überleben. Mit den Einnahmen aus einem Designerkleid konnte ich zwei Monate über die Runden kommen, denn ich führte ein sehr bescheidenes Studentenleben. Mode war für mich ein gutbezahltes Hobby, ich konnte mich glücklich schätzen, so lange das Geld floss.

Ich weiß noch, wie ich 2002 mit nicht mehr als 20 Euro in der Tasche zum ersten Mal nach Kenia geflogen bin. Die Flug- und Hotelkosten waren ja für mich bezahlt worden, also habe ich mir nicht anmerken lassen, dass ich selbst kein Geld hatte. Die ganze Branche ist aufgesetzt, weißt Du: Fake it, until you make it.

Es geht in der Modewelt vor allem um Glanz und Glamour. Die Tatsache, dass zu Beginn der Karriere kaum jemand Geld hat, wird niemand zugeben. Es war damals eine sehr schwere Zeit für mich und das ist auch heute noch für viele so.

Wie war es für Sie, auch außerhalb Tansanias Fuß zu fassen?
Ich erlebte das damals in Kenia so, als würde man jemanden aus einem kleinen Dorf in Tansania direkt mitten nach New York City versetzen – einfach unglaublich und überwältigend. Die Kontakte von damals habe ich heute noch, nach all diesen Jahren. Denn auf die Einladung nach Kenia folgten weitere nach Uganda und Rwanda. Später auch nach Südafrika und 2004 nach Italien. Was mir in Italien und später in Europa und anderswo aufgefallen ist: Niemand weiß, wo Tansania liegt. Die Leute fragen dann so etwas wie: „Wo aus Tasmanien kommst Du her?" Aber nachdem ich einfach mal behauptet hatte, ich komme aus Sansibar, hatte ich sofort einen Exotenbonus. Plötzlich waren alle an mir interessiert und ich wurde in der Folge häufiger als der Modedesigner aus Sansibar vorgestellt.

Was hat Sie bewegt, die „Swahili Fashion Week" 2008 ins Leben zu rufen?
Seit meinem Einstieg in die Branche war ich jahrelang auf vielen Modeevents auf dem ganzen Kontinent. Dort versuchen die Veranstalter, Designer aus vielen afrikanischen Ländern zu gewinnen. Da ich mir innerhalb weniger Jahre den Ruf als bekannter tansanischer Modedesigner aufgebaut hatte, wurde ich eben als der Modeschöpfer aus Tansania eingeladen. Das Ding war nur, je häufiger ich ins Ausland eingeladen wurde, desto häufiger wurde ich gefragt, wann auch ich einmal nach Tansania einladen würde. Es war nur natürlich, dass eine Gegeneinladung erwartet wurde, denn Mode ist ja ein Geschäft wie jedes andere. Die Modewochen in Südafrika, Nigeria oder in Mosambik sind für jeden afrikanischen Designer eine gute Möglichkeit, ins große Geschäft einzusteigen.

Also habe ich mir etwas für Ostafrika überlegt und habe es „Swahili Fashion Week" genannt. Bei der ersten Swahili Fashion Week waren wir nur sechs tansanische Designer. Letztes Jahr waren wir schon mehr als 30 etablierte Designer. Die tansanische Branche wächst also immer noch an. Doch nur, wenn die Menschen verstehen, dass Mode ein seriöses Geschäft ist, wird sich hier etwas ändern können.

Wenn ich in Daressalam Mode von Ihnen kaufen wollte, wo würde ich die finden?
Nirgendwo, ich verkaufe nicht im Einzelhandel. Den Einzelhandel habe ich ohnehin noch nie verstanden. Da entwirft man zuerst die Kleidung, stellt sie aufwendig her, um dann darauf zu warten, dass irgendwann Kunden kommen, die diese Mode kaufen. Was wäre, wenn sie dann keiner kauft? Das ist nichts für mich. Da arbeite ich lieber auf Bestellung.

Trotzdem kann ich mir später im Ruhestand vorstellen, ein Geschäft mit meiner Kleidung zu eröffnen. Das wäre ein Traum von mir. Das würde ich machen, wenn ich finanziell abgesichert wäre, und es nur darum ginge, sich in meinem Laden zu treffen, um ein wenig mit anderen Menschen zu tratschen, das mache ich nämlich sehr gerne. Ob dort dann tatsächlich Kleidung verkauft würde, wäre nicht mehr so wichtig.

Die Kaufkraft eines Großteils der tansanischen Bevölkerung ist gering. Für wen machen Sie Mode?
Ein gutes Beispiel in Tansania sind Hochzeiten. Zu diesem Fest sind die meisten Menschen bereit, Geld für neue und ausgefallene Kleidung auszugeben. Sowohl für das Hochzeitspaar als auch für die jeweiligen Eltern und die Trauzeugen. Mittlerweile haben wir erreicht, dass auf etwa 70 Prozent der tansanischen Hochzeiten Mode von tansanischen Designern getragen wird. Das ist ein großer Erfolg für uns. Daher ist der angezielte Markt nicht der Massenmarkt, denn dieser wird in Tansania von Secondhand-Kleidung dominiert.

Aus China kommen große Mengen an Billigkleidung nach Tansania und aus Europa und den USA massenweise Secondhandware. Welche Auswirkungen hat das?
Wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis der chinesischen Waren anschaut, dann kaufen die meisten in Tansania lieber Secondhandware. Hinzu kommt, dass die chinesische Mode für Chinesen gemacht ist. Absätze an Schuhen, die das Standardgewicht einer leichten Chinesin jahrelang tragen, können bei einer größeren und schwereren Tansanierin schon nach wenigen Tagen abbrechen. Bei Mode muss man eben auch darauf schauen, für welche Bedingungen sie gemacht wurde.

Da kann es vorkommen, dass man ein Original von Armani, Gucci, Dolce and Cabana und anderen teuren Marken zu einem guten Preis bekommt. Außerdem ist die Qualität dieser Waren meist hoch. Die Tansanier wissen die Einzigartigkeit dieser Waren zu schätzen.

Was sind die größten Herausforderungen für Modedesigner in Tansania?
Es gibt so viele. Die Liste ist sehr lang und wird gefühlt immer länger. Ein Modedesigner in Tansania zu sein ist schwer. Zunächst gibt es bisher überhaupt keine Strukturen für die Modebranche. Daher habe ich gemeinsam mit anderen Designern aus meiner Branche diesen Januar eine Vereinigung gegründet, in der wir uns austauschen und selbst Regeln und Strukturen geben. Die größte Herausforderung dort ist Finanzierung. Viele Modedesigner können selbst die jährlich anfallenden Gebühren des „Tansanian Arts Council" von 40.000 Tansania Schilling (ca. 16 Euro) nicht bezahlen. Daher wurden die Gebühren auf 20.000 Schilling halbiert, was aber für viele immer noch zu hoch ist.

Viele verwandte Branchen wie die Textilindustrie stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie wir. Durch die neuen Strukturen setzen wir auf einen besseren Austausch zwischen uns. Ostafrikas Modebranche lässt sich noch lange nicht mit jener in Nigeria mit ihrem riesigen Absatzmarkt oder der straff organisierten Branche in Südafrika vergleichen. Die sind ein paar Nummern größer als wir.

Derzeit versuchen wir, einen Verband von allen Fashion Week-Veranstaltern in Afrika zu gründen, wo ich auch im Gremium sitze. Die Herausforderungen dort sind die gleichen wie auf nationaler Ebene, aber es ist sehr wichtig, sich Strukturen zu geben und sich zu organisieren, um sich über Themen auszutauschen, die uns alle angehen – ein funktionierendes panafrikanisches Netzwerk.

Eine Herausforderung für Modedesigner in Tansania ist auch, dass viele ihre Mode lediglich auf sozialen Medien präsentieren und erst gar nicht versuchen, sie auch auf Modeshows auszustellen. Es macht doch einen Unterschied, ob man als professioneller Fotograf seine Fotos im Internet veröffentlicht oder ob sie zwei Wochen lang in einem Museum oder in einer Kunstausstellung zu sehen sind. In beiden Fällen kann man seine Kunst vielleicht verkaufen, aber es ist schon etwas anderes. Was in Tansania vor allem fehlt, ist die Anerkennung von Kunst. Bisher ist Kunst, egal welcher Art, eher etwas für Wazungu – reiche Weiße. Es tut mir Leid, das zu sagen, aber das ist hier die Realität. Wenn Du in die Häuser von Wazungu gehst, dann wirst Du dort verschiedene Kunst aus aller Welt finden, während Du in den meisten tansanischen Haushalten solche Kunst vergeblich suchst, denn die gehen eher zu Mr. Price.

Lassen sich die angesprochenen Zustände in Tansania verändern?
Diese Zustände werden sich nicht ändern. Nicht heute, nicht morgen, nie. Veränderungen kommen durch Erziehung. Kunst ist kein wichtiges Schulfach in Tansania und es steht nicht weit oben auf der politischen Agenda. Kunst wird in Tansania in ihrer Breite – sprich die verschiedenen Farben, Formen, die Schatten und die ganze Komposition von Kunstwerken – nicht wertgeschätzt, das ist einfach nicht da.

Wie viele Museen gibt es in Tansania und in welchem Zustand befinden sie sich? Das ist eine sehr traurige Geschichte. Ein gutes Beispiel ist der marode Palast auf Sansibar. Er hält keinen Vergleich mit dem Innenministerium in Prag oder dem Buckingham Palast in London aus. Es ist ja nicht so, dass das Potenzial dazu nicht da wäre, aber es wird einfach nicht genutzt. Anstatt z.B. die Altstadt in Daressalam größtenteils zu erhalten und Ministerien in alten Gebäuden unterzubringen, werden genau dort große Hotels und Bürogebäude hochgezogen. Es gäbe doch außerhalb der Altstadt genug Platz für diese Neubauten. Stattdessen wird unsere Kultur zerstört.

In Westafrika ist das anders. In Mali, in der Elfenbeinküste oder im Senegal wenden die Menschen viel Zeit und auch Geld für gutes Essen, gute Mode und Kunst auf. Ich denke, dass diese spürbaren Unterschiede innerhalb Afrikas auch mit der französischen Kolonialzeit zusammenhängen, denn in der französischen Kultur hat Mode einfach einen anderen Stellenwert als in der britischen.

Bekommen Sie für Ihre Arbeit Unterstützung aus der Politik oder von Organisationen der internationalen Zusammenarbeit?
Die Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit sind die allerschlimmsten. Sie verfolgen ihre eigene Agenda. Plötzlich haben sie ein gewisses Budget für Mode, das sie in ihrem Haushaltsjahr ausgeben müssen. Da kann es natürlich mal passieren, dass sich unsere Interessen kreuzen. Aber manchmal eben auch nicht.

Ich hatte die Erfahrung in den Jahren 2010 bis 2012, als wir drei Jahre lang zwar gefördert wurden, aber danach hatte die betreffende Organisation plötzlich das Interesse an Mode verloren und das Geld lieber in andere Bereiche gesteckt. Wenn Du Deine Mode auf diese wackeligen Füße stellst, dann wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit untergehen. Eine Zusammenarbeit mit diesen Organisationen ist nicht nachhaltig und es ist verdammt wichtig, dass Deine Events sich selbst tragen, sonst kommst Du damit nicht sehr weit. Trotzdem muss ich sagen, dass uns die italienische Botschaft in unserer Arbeit sehr unterstützt.

Eine andere Herausforderung ist die Tatsache, dass ich in Tansania in den letzten Jahren jedes mal 1,5 Mio. Tansania Shilling (ca. 600 Euro) Gebühren an die Regierung zahlen musste, wenn ich meine Mode irgendwo ausstellen wollte. Vor ein paar Monaten haben sie die Gebühren sogar auf zwei Millionen erhöht. Wovon soll ich das bezahlen? Bisher musste ich in keinem Land, das ich besucht habe, Geld dafür bezahlen, in der Öffentlichkeit Kunst zu präsentieren. Hier braucht man für alles eine Genehmigung. Natürlich halte ich mich an die Vorschriften, denn die Regierung könnte meinen Laden jeder Zeit dicht machen. Irgendwie habe ich mich damit arrangiert, einfach ist das trotzdem nicht. Wenn wir sehen, dass Modewochen in Südafrika mit mehreren 100.000 US-Dollar unterstützt werden, dann sind nationale Gebühren ein großes Hindernis für mich und viele andere in meiner Branche. Wenn wir hier in Tansania nur 10.000 Dollar für jede Show bekommen würden, halleluja, aber so ist es eben nicht.

Ich habe versucht, das Gebührenthema bei Politikern und Bürokraten anzusprechen, aber da laufe ich vor eine Wand. Die Bürokraten interessieren sich nur für Nummern und die Regierung will Steuern einnehmen. Sie denken, dass wir so viel Geld machen wie irgendwelche international bekannten Musiker. Dass dem nicht so ist, ist vielen nicht klar. Ich denke, von politischer Seite sollte hier differenzierter hingeschaut werden, wer welche Aktivitäten macht, damit vermieden wird, dass Veranstaltungen an zu hohen Kosten scheitern.

Wie sähe eine Swahili Fashion Week im Jahre 2030 für Sie aus?
Ich schaue lieber von Jahr zu Jahr. Ich habe die Swahili Fashion Week vor einigen Jahren als tansanische Plattform für Mode in Ostafrika geschaffen. Als solche wird sie hoffentlich noch weiter bestehen. Ich selbst stelle ja dort gar nicht mehr aus, um mich selbst nicht mehr ins Zentrum zu rücken, als ich ohnehin schon bin. Die Veranstalter benutzen jedes Mal im Zusammenhang mit der Swahili Fashion Week ein Foto von mir. Das ist aber schlecht für mich und schlecht fürs Geschäft. Ich will gar nicht im Fokus stehen. Das war am Anfang meiner Karriere anders. Da hieß es ich, ich, ich, da galt es, einen Namen, eine Marke aufzubauen und zu etablieren. Jetzt ist daraus eher ein wir, wir, wir geworden. Ich kenne Modedesigner aus anderen Ländern, die an einem zu großen Personenkult gescheitert sind. Da haben sich die anderen nicht auf Augenhöhe gefühlt und gedacht, es geht immer nur um diese.

Was raten Sie jungen Menschen, die heutzutage in der tansanischen Modebranche Fuß fassen wollen?
Ich sage den jungen Menschen immer, dass es eine harte Branche ist und ein echter Kampf, sich eine Marke aufzubauen. Auf der anderen Seite sage ich ihnen auch, dass ich es geschafft habe, warum also nicht auch sie. Aber wenn sie versuchen, alles genauso zu machen wie ich, dann mache ich sie darauf aufmerksam, dass es so kein Maendeleo, keine Weiterentwicklung in der Branche gibt. Sie müssen andere, neue Pfade suchen und finden. Es braucht die richtige innere Einstellung, damit man in der Modebranche Erfolg haben kann.

Eines der wichtigsten Dinge dort – und ich denke auch in anderen Branchen – ist es, „Nein" sagen zu können. Das habe ich erst spät erkannt. Besser, man ist am Anfang einmal ehrlich und sagt Nein, anstatt andere hinzuhalten und Hoffnungen zu nähren, wo es eigentlich keine gibt. Wenn ich heute für etwas angefragt werde, das ich einfach nicht durchführen kann, dann sage ich lieber direkt ab.

Außerdem würde ich jedem Anfänger davor warnen, irgendetwas kostenlos zu machen. Meine Devise lautet: Mach nichts kostenlos. Man sollte immer mindestens 50 Prozent Vorauszahlung verlangen, bei manchen Bestellungen auch 80 Prozent. Mach nichts, wenn Du denkst, dass kein Geld dafür da ist. Wenn es zu Krediten für Deine Arbeit kommt, sind Familienmitglieder und Freunde am schlimmsten. Die können einen zwar mit Bestellungen überhäufen, das nutzt aber nichts, wenn sie am Ende die Rechnung nicht zahlen können.

Eine andere Sache ist, ehrlich und offen zu den Kunden zu sein. Sag, wenn Du gerade kein Geld hast und daher lieber Vorauszahlungen haben möchtest. Wenn ein Auftraggeber Deine Mode liebt, dann wird er Verständnis dafür haben und Dich nach Kräften unterstützen. Schließlich liegt es in seinem eigenen Interesse, dass Du gut und schnell für ihn lieferst. Es bringt hingegen keinem etwas, wenn Du vorspielst, auch ohne Vorkasse arbeiten zu können, wenn das in Wirklichkeit nicht stimmt und Du nicht liefern kannst. Dann ist Dein Ruf ruiniert und Deine Marke geschädigt, und die ist am Ende alles, was Du in dieser Branche besitzt.

Ich hätte mir insgeheim gewünscht, erst heute in die Modebranche einsteigen zu können. In eine Branche, die auf dem ganzen Kontinent bekannt ist und schon Strukturen hat, die man für seine Ideen nutzen kann. Das hatte ich damals alles nicht und es hat sehr lange gebraucht, bis ich dahin kommen konnte, wo ich heute bin. Aber ich schätze, es gibt in jedem Land Pioniere, die etwas opfern müssen, um diese Strukturen erstmal aufzubauen. Wahrscheinlich war ich eine solche Person für die tansanische Modebranche und bin es in vielen Dingen immer noch.
Das Interview führte Rene Vesper.

Der Autor ist issa-Vorstandsmitglied und promoviert derzeit in Tansania im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Verbundprojekt „Future Rural Africa".