Die Multilateralismusstrategie der Europäischen Union für Afrika stellt ebenso den überkommenen Neokolonialismus für Afrika als aufstrebende globale Handelsmacht auf den Prüfstand, wie es konkurrierende Handelsabkommen mit Moskau oder Peking tun.
Von Phathizwe Zulu
Die Ausdehnung der multipolaren Welt verlangt von Europa, seine Strategie gegenüber Afrika und anderen Wirtschaftsregionen wie der Karibik und dem Pazifik zu ändern. Die sich verändernde Dynamik der Geopolitik hat direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen Afrika und der EU.
Auf dem Weltwirtschaftsforum im Juli 2023 wurde die Handelsrivalität zwischen den USA und China als potenzielle Gefahr für die Beziehungen zwischen Europa und Afrika bezeichnet. Auch die ehemalige Chefökonomin der Weltbank und damalige erste geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Anne Osborn Krueger, warnte, dass die wachsende geopolitische Bedeutung Afrikas eine erhebliche Bedrohung für westliche Interessen darstellen könnte, insbesondere da China und Russland ihre wirtschaftliche Präsenz auf dem Kontinent ausweiten. Krueger äußerte sich in ihrer regelmäßigen Kolumne auf der Online-Plattform Project Syndicate, die Einblicke und Analysen von prominenten politischen Entscheidungsträgern, Geschäftsleuten und Politikern aus aller Welt veröffentlicht. ...
Phathizwe Zulu ist freiberuflicher Journalist aus Swasiland.
Übersetzt aus dem Englischen.

