Zu Besuch beim Hompa Kudumo, König der Uukwangali, in Namibia
Von Joachim Zeller
Wir erheben uns. Hompa Kudumo betritt die Sinyanga des Mbara, den Empfangsraum des königlichen Palastes, und begrüßt jeden der Besucher aus Deutschland per Handschlag. Auf der uns gegenüberliegenden Seite sitzen Würdenträger und Freunde des Hofes. An diesem heißen Tag ist es angenehm kühl in dem Empfangssaal. Wir sind in Mayara bei Nkurenkuru in der Region Kavango-West im nördlichen Namibia, wo Hompa Eugene Siwombe Kudumo, König der Uukwangali, residiert.
Der Grund unseres Besuchs liegt mehr als sechs Jahrzehnte zurück. 1961 kam Leonard Auala, Bischof der Evangelisch-Lutherischen-Ovambo-Kavango-Kirche (ELOC, später ELCIN), zusammen mit meinem Vater Reimar Zeller auf einer Visitationsreise in den Norden des Landes nach Mayara. Bischof Auala kämpfte mit großer Zivilcourage gegen die Apartheidpolitik. Zusammen mit Paulus Gowaseb, dem Vorsitzenden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Südwestafrika, richtete er Ende Juni 1971 einen offenen Brief an den südafrikanischen Premierminister Vorster. Es war ein Markstein im Kampf gegen die „Rassenpolitik" und Unterdrückung, für Menschenrechte und ein unabhängiges Namibia. ...
Joachim Zeller, geb. 1958 in Swakopmund/Namibia, ist Historiker in Berlin. Für die Informationen und Kontakte dankt er Hans-Martin Milk, der lange in Nkurenkuru als Lehrer gearbeitet hat und der Veröffentlichungen u. a. zur Lebensgeschichte des Makaranga Kavango und über die Evangelisten Namibias vorgelegt hat. Über die Königreiche im Kavango werden wir in einer späteren Ausgabe von afrika süd berichten.

