Heft 6/2021, DR Kongo

Der Bergbau im Kongo: ein echtes Rätsel

DIE DR KONGO IST REICH AN MINERALISCHEN ROHSTOFFEN. Vor allem das für die E-Mobilität wichtige Metall Kobalt wird hier abgebaut. Von den Exporterlösen kommt bei der Bevölkerung nichts an. Die Bergleute arbeiten oft unter äußerst prekären Arbeitsbedingungen. Die weit verbreitete Armut ist eine der Hauptursachen für die Arbeit von Minderjährigen im Bergbau.

Obwohl in Afrika nur 13 Prozent der Weltbevölkerung leben, verfügt der Kontinent über eine große Menge an natürlichen Rohstoffen. Die Demokratische Republik Kongo ist eines der rohstoffreichsten Länder Afrikas, insbesondere ihr Bergbausektor ist von Bedeutung. Die DR Kongo ist der größte Kobaltförderer der Welt (76.000 Tonnen 2017) und steht an erster Stelle bei der Kupferförderung Afrikas (111.713 Tonnen 2018). Kongo verfügt über 30 Prozent der weltweiten Kobaltvorkommen und 10 Prozent der weltweiten Kupfervorkommen und hat in Doko gerade die größte Goldmine Afrikas gebaut. Neben Kobalt und Kupfer werden Coltan, Diamanten, Kassiterit (Zinnstein), Gold, Silber, Tantal und etliche andere mineralische Rohstoffe gefördert. Ca. 90 Prozent der Exporterlöse werden durch Rohstoffe erzielt. Der Rohstoffreichtum hat zahlreiche ausländische Investoren und Unternehmen angezogen, von denen die meisten aus Kanada und China stammen. ...

Angeliki Kakou

Die Autorin aus Griechenland arbeitet z. Z. im Rahmen des Erasmus-Programms als Praktikntin bei der issa.

Sie möchten gerne weiterlesen?

Bestellen Sie das Einzelheft oder ein Abonnement von afrika süd.