Lesotho

Königreich in den Wolken

Foto: Brigitte Reinhardt
 

Als "Dach Afrikas" wird es gerne bezeichnet: das Königreich Lesotho, eine kleine, gebirgige Enklave inmitten der Republik Südafrika. Eine Festung auch, in der der legendäre König Moshoeshoe zu Beginn des 19. Jahrhunderts die verschiedenen Sotho-Gruppen gegen die Expansionsbestrebungen des Zulu-Herrschers Shaka vereinte. Er konnte sein Reich auch gegen die burischen Republiken behaupten,
stellte sich dann aber im britisch-burischen Konflikt unter britischen Schutz.

Nach dem Ende der Apartheid in Südafrika ist Lesotho dabei, seine Rolle in einer veränderten Region neu zu definieren. Die Wirtschaft ist ganz auf das Nachbarland ausgerichtet. Bis zur Hälfte der Erwerbstätigen arbeitet in Südafrika. Der wichtigste Exportartikel ist Wasser. Im Hochland entspringen viele große Flüsse. Ihre Wasser werden in einem umfangreichen, aber auch sozial wie ökologisch umstrittenen Dammsystem gesammelt und nach Gauteng, dem wirtschaftlichen Kernland Südafrikas, geleitet.

Staat und Verwaltung

Offizielle Bezeichnung Muso oa Lesotho (Sesotho); Kingdom of Lesotho (Englisch); Königreich Lesotho
Unabhängigkeit 4. Oktober 1966 ( von Großbritannien)
Fläche 30.355 km2
Landesnatur hügeliges, bergiges und plateaureiches Hochland; gemäßigtes Klima, kalte, trockene Winter und heiße, feuchte Sommer
Höchste Erhebung Thabana Ntlenyana (3.482 m)
Küste Binnenland, vollständig von Südafrika eingeschlossen
Umweltprobleme Überweidung, starke Bodenerosion, Bodenerschöpfung, Desertifikation
Einwohnerzahl 2.177.740 (Juli 2021 geschätzt)
Bevölkerungsdichte 71,7 Einwohner pro km2 Landfläche (eig. Berechnung)
Hauptstadt Maseru
Landessprachen Englisch, Sesotho (Amtssprachen), Zulu, Xhosa
Religionen mehrheitlich Christen (Protestanten 47,8 %, Katholiken 39,3 %), kleine muslimische Minderheit
Staatsform konstitutionelle Monarchie
Verfassung 2. April 1993
Wahlrecht wahlberechtigt sind alle Bürger ab 18 Jahren
Exekutive Staatsoberhaupt: König Letsie III. (seit Februar 1996, ohne exekutive oder legislative Befugnisse); Regierungschef: Premierminister Moeketsi Majoro (seit 20. Mai 2020); Nachfolge des Königs nach Erbrecht von Versammlung der Chiefs (Stammesoberhäupter) bestimmt; Regierungsoberhaupt wird Vorsitzender der stärksten Fraktion im Kabinetts
Legislative Zweikammernparlament: Senat (33 Mitglieder - 22 Chiefs, 11 weitere von der regierenden Partei bestimmte Abgeordnete); Nationalversammlung (120 Sitze); 80 der insg. 120 Sitze der Nationalversammlung durch Mehrheitswahl, 40 durch Verhältniswahl bestimmt
Parteien All Basotho Convention (ABC), Alliance of Democrats (AD), Basotho Congress Party (BCP), Basotho National Party (BNP), Democratic Congress (DC), Democratic Party of Lesotho (DPL), Lesotho Congress for Democracy (LCD), Movement of Economic Change (MEC), National Independent Party (NIP), Popular Front for Democracy (PFD), Reformed Congress of Lesotho (RCL)
Rechtssystem auf englischem und römisch-niederländischem Recht basierend
Justiz High Court (Richter vom König ernannt), Court of Appeal, Gericht des traditionellen Rechts
Verwaltungsgliederung 10 Distrikte: Berea, Butha-Buthe, Leribe, Mafeteng, Maseru, Mohales Hoek, Mokhotlong, Qacha's Nek, Quthing, Thaba-Tseka
Internationale Mitgliedschaften UNO und UN-Unterorganisationen; Afrikanische Union (AU); Entwicklungsgemeinschaft SADC; Afrika-Karibik-Pazifik-Staaten (AKP); Welthandelsorganisation (WTO); Internationaler Währungsfond (IMF); Weltbank
Internationale Länderkategorien LDC - Status, lower-middle-income economy
(9 der 16 SADC-Staaten gelten nach UN-Bestimmungen als Least Developed Countries (LDC) - "am wenigsten entwickelte Länder" - und bekommen besondere Mittelzuwendungen)

 

Wirtschaft

Währung

1 Loti (LSL) = 100 Lisente

1 Loti = 1 Rand (ZAR)

Wechselkurs

1 Euro = 17,1381 LSL (17.05.2021)

aktueller Wechselkurs: OANDA


Export / Importgüter
- Wichtige Exportgüter Bekleidung und Textilien (78 %), Maschinen und Elektronik (9,9 %), Verschiedenes (3,3%), Gemüse (2,4%), Schuhe, Lebensmittel, Holz (Weltbank 2017)
- Wichtige Importgüter Brennstoffe (17,8 %), Bekleidung und Textilien (16,9 %), Gemüse und Lebensmittel (14,7 %), Metalle (14,4 %), Maschinen und Elektronik (9,7 %) (Weltbank 2017)

Wichtige Handelspartner
- Export Südafrika (49,2 %), USA (45,5 %), Swasiland (1,7 %), Deutschland (0,9 %), Kanada (0,8 %) (UN Comtrade 2017)
- Import Südafrika (70,7 %), China (14,8 %), andere asiatische Länder (5,3 %), Indien (2,5 %), Japan (1,6 %) (UN Comtrade 2017)

Infrastruktur
- Eisenbahn 2,6 km (im Besitz von Südafrika)
- Straßen 7.091 km (davon 1.404 km geteert)
- Flugplätze 24 (davon 3 mit befestigten Start- und Landebahnen)
- Häfen Binnenland

 

Weitere wirtschaftliche Indikatoren siehe Ländervergleich Wirtschaft
Soziale Indikatoren siehe Ländervergleich Soziales

Chronologie

Frühgeschichte
ca. 25.000 v. Chr. Nomadische Jäger und Sammler, die San, besiedeln das Gebiet des heutigen Lesotho. Die San hinterließen Tausende ihrer Höhlenmalereien im Südlichen Afrika, von denen schätzungsweise bis zu 5.000 in Lesotho zu finden sind, die bedeutendsten bei Ha Bakona.

Die Entstehung der Basotho-Nation
ca. 850 n. Chr. Erste Bantuvölker, die vom Tanganyikasee aufgebrochen sind, kommen mit den San von Lesotho in Kontakt.
ab 1250 Sotho- und verwandte Tswana-Gruppen, ebenfalls Bantuvölker, beginnen die San zu verdrängen. Die Bantu besitzen Wissen über Ackerbau, Viehzucht und Eisenverarbeitung.
um 1400 Im Zuge der allgemeinen Bantumigration aus dem Norden besiedeln erste Basotho-Gruppen das Hochland des heutigen Königreiches. In den folgenden Jahrhunderten entstehen zahlreiche Königreiche, deren wichtigstes wohl die Basotho-Konföderation ist, die das heutige Westlesotho und die östlichen Teile der südafrikanischen Provinz Free State umfassen.
um 1820 Die militärische Expansion der Zulu unter ihrem König Shaka bringt Unsicherheit und Schrecken unter den Völkern des Südlichen Afrika. Es kommt zu Völkerwanderungen. Die Epoche wird Difaqane oder Mfecane (erzwungene Wanderung) genannt.
1824 Moshoeshoe I. errichtet Festungen in Butha-Buthe und Thaba Bosiu. Er bietet den noch immer von den Angriffen der Zulu verunsicherten Clans Schutz an - unter der Voraussetzung, dass diese sich der Verteidigung seines Königreiches verpflichten.
1840 Die Basotho-Nation zählt mittlerweile 40.000 Anhänger. Außerhalb deren Territoriums siedeln Flüchtlinge, die die Festungen der Basotho beschützen und nach und nach von der Basotho-Nation aufgenommen werden.
1870 Als Moshoeshoe I. stirbt, gehören seiner Nation bereits 150.000 Menschen an, die sich als Basotho verstehen.

Lesotho unter britischer Herrschaft
1830 Auf der Suche nach Land für neue Siedlungen überqueren die Buren den im heutigen Südafrika fließenden Vaal.
1833 Die ersten Missionare erreichen das Hochland des heutigen Lesotho.
1836-1838 In Folge von Spannungen zwischen Buren und Briten am Kap ziehen die Buren gen Nordosten. Während der als "Großer Treck" bezeichneten Auswanderungswelle kommt es zu immer heftigeren Auseinandersetzungen der Europäer mit Moshoshoes Truppen.
1854 Die Briten ziehen sich aus dem Gebiet um Bloemfontein (Südafrika) zurück, so dass die Buren ungehindert ihren Oranje Vrystaat errichten können.
1858 Nach einigen Übergriffen auf das Gebiet der Basotho erkennt Moshoeshoe die Bedrohung durch die Buren.
1861 Moshoeshoe erbittet britischen Schutz vor den Buren.
1866 Die Briten annektieren das zu dieser Zeit so genannte Basutoland, dessen Autonomie König Moshoeshoe vorläufig bewahren kann.
1868 Basutoland wird zum britischen Protektorat ernannt.
1869 Die Grenzen des heutigen Lesotho werden in der Konvention von Aliwal North festgelegt. Die Basotho verlieren über die Hälfte des bestellbaren Landes westlich des Caledon, der zur Westgrenze des Landes wird.
1871 Die Gebietsverwaltung von Lesotho wird an die britische Kapkolonie übergeben.
1883 Die nationale Häuptlingsversammlung wird durch den so genannten National Council, zu dem auch einfache Bürger Zutritt haben, abgelöst. Er wirkt als Beratungsgremium für den Paramount Chief und den britischen Hochkommissar.
1884 Nachdem die Briten Teile Lesothos für europäische Siedler freigegeben haben, kommt es zu Aufständen. Um der Situation Herr zu werden, wird Lesotho der britischen Krone direkt unterstellt und damit zur Kronkolonie.
1910 Nach dem Burenkrieg (1899-1902) wir die Südafrikanische Union gegründet, der ein britischer Generalgouverneur, der zugleich als Hochkommissar für Basutoland zuständig ist, vorsteht. Basutoland wird nicht Teil der Südafrikanischen Union.

Die Unabhängigkeitsbewegung
1919 Die Lekhotla la Bafo (LLB; Rat des Volkes) gründet sich als erste politische Organisation, die auf demokratische Reformen gegenüber der Kolonialmacht und den Häuptlingen drängt.
1938 Die britische Regierung beschließt eine Verwaltungsreform, durch die die Zahl der Chiefs und deren Machtfülle drastisch beschnitten wird.
1944 Die neue Verwaltungsstruktur wird durch die Einführung von neun Distrikten gestärkt. Sie bilden noch heute die Verwaltungsgliederung Lesothos. Die Distrikträte wählen die Delegierten für den Nationalrat. Dieses Gremium hat die Aufgabe, interne Angelegenheiten zu diskutieren und die Kolonialverwaltung zu beraten.
1952 Unter Ntsu Mokhehle gründet sich der Basutoland African Congress (BAC), der nicht nur dem Namen nach Ähnlichkeit zum südafrikanischen African National Congress (ANC) aufweist. Sein Programm enthält sozialistische Elemente, Kampf gegen herrschende Gruppen, Häuptlinge, Händler und die katholische Kirche. Er rekrutiert Anhänger aus den politisch mobilisierten urbanen und protestantischen Schichten und bei den Wanderarbeitern.
1959 Die Basotho National Party (BNP) wird in direkter Opposition zum BAC gegründet. Die treibenden Kräfte waren die katholische Kirche, die Chiefs und die Händler. Die BNP spricht sich für eine pragmatische Akzeptanz des Apartheidregimes von Südafrika aus und erhält im Gegensatz zum BAC die Erlaubnis, unter den Wanderarbeitern in südafrikanischen Bergwerken zu werben.
1960 Der BAC benennt sich in Basutoland Congress Party (BCP) um. Mokheles Partei bestimmt die politische Agenda der 50er Jahre, während der Einfluss der einzelnen lokalen Häuptlingen abnimmt. Im gleiche Jahr wird der Paramount Chief Bereng Seeiso vom britischen Hochkommissar als König Moshoeshoe II. eingesetzt.
1965 Die britische Regierung gibt dem politischen Druck nach und lässt Wahlen auf Grundlage einer neuen Verfassung abhalten. Der Einfluss Moshoeshoes II. beschränkt sich auf den eines konstitutionellen Monarchen. Die Häuptlinge werden in einen Senat abgedrängt. Die konservative BNP unter Vorsitz von Leabula Jonathan gewinnt die Parlamentswahlen. Somit wird Jonathan zum ersten Premierminister von Lesotho.

Das unabhängige Königreich Lesotho
4. Okt. 1966 Das Königreich Lesotho erhält die Unabhängigkeit von Großbritannien. Moshoeshoe II. erklärt sich mit den Einschränkungen seines Amtes als konstitutioneller Monarch nicht einverstanden und löst eine Verfassungskrise aus.
1970 Da sich ein Wahlsieg der BCP abzeichnet, setzt Premierminister Jonathan die Verfassung außer Kraft und ruft den Notstand aus. Die Opposition wird verhaftet, woraufhin die BCP einen Guerillakampf beginnt. Moshoeshoe II. geht zeitweilig ins Exil.
1973 Der Ausnahmezustand wird für beendet erklärt und eine Übergangsverfassung tritt in Kraft.
1974 Ein Putschversuch von Mitgliedern der BCP scheitert, viele Anhänger der Partei werden ermordet.
1976 Lesotho lehnt die Anerkennung der Transkei und anderer südafrikanischer Homelands ab.
1980 Da Lesotho südafrikanischen Flüchtlingen Asyl bietet, verhängt die Apartheidregierung Südafrikas Sanktionen gegen das Königreich und übt so wirtschaftlichen, politischen und militärischen Druck auf Lesotho aus. Lesotho versucht gegen die südafrikanischen Pressionen einen unabhängigen Weg zu verfolgen. Es tritt der neuen Regionalgemeinschaft Southern African Development Coordination Conference (SADCC; der späteren Southern African Development Community; SADC) bei.
1986 Ein unblutiger Militärputsch unter Generalmajor Metsing Lekhanya löst die Interimsnationalversammlung auf und bildet einen Militärrat, der zunächst mit Moshoeshoe II. kooperiert.
1990 Alle Anhänger der Monarchie werden aus den Kabinett und dem Militärrat entlassen. Moshoeshoe II. geht unfreiwillig ins Exil nach London. Der Thronfolger, sein Sohn Mohato, wird unter dem Namen Letsie III. neuer König.
1991 Das Verbot von Oppositionsparteien wird aufgehoben.
1992 Im Juli kehrt Moshoeshoe II. nach Vermittlung des Commonwealth-Sekretariats aus dem Exil zurück. Er verpflichtet sich der politischen Enthaltsamkeit.
1993 Im März wird eine neue Verfassung verabschiedet: Die Rolle des Königs wird auf repräsentative Funktionen beschränkt und ein Mehrparteiensystem wird eingeführt. Aus den Parlamentswahlen geht die BCP als Gewinner hervor. Somit wird Dr. Ntsu Mokhele neuer Premierminister. Er kann jedoch die Struktur- und Entwicklungsprobleme des Landes nicht lösen.
1994 Nach einer Reihe von gewaltsamen Auseinandersetzungen löst König Letsie III. im August das Parlament auf und suspendiert Teile der Verfassung. Auf Druck einer Eingreiftruppe, die von Südafrika, Simbabwe und Botswana geschickt wird, bricht der Putsch zusammen, so dass die alte Regierung wieder eingesetzt werden kann.
1995 König Moshoeshoe II. kehrt auf den Thron zurück.
1996 Bei einem Autounfall kommt Moshoeshoe ums Leben. Sein Sohn, König Letsie III., wird erneut König von Lesotho.
1998

Aus den Wahlen im Mai geht der Lesotho Congress for Democracy (LCD) als überwältigender Sieger hervor. Auf Druck von drei der insg. zwölf Oppositionsparteien finden Neuwahlen unter Beobachtung der SADC-Staaten statt. Wiederum gewinnt der LCD.

Am 4. Juli wird die neue Regierung unter Prof. Pakalitha Mosili als Premier vereidigt. Die Oppositionsparteien nehmen das Wahlergebnis nicht hin. Im Juli-August kommt es zu blutigen Straßenkrawallen, zu Revolten innerhalb der Armee Lesothos und zur Lähmung des öffentlichen Lebens.

Auf Bitte der LCD-Regierung, die einen Putsch fürchtet, marschieren am 22. September Truppen der SADC-Staaten in Lesotho ein. An der Intervention beteiligen sich Truppen aus Südafrika und Botswana. Durch Vermittlung Südafrikas kommt es im Oktober zu einer Allparteienübereinkunft und zur Bildung einer Interimsregierung. Im Rahmen der Interim Political Authority (IPA) wird im Dezember ein so genanntes Memorandum of Agreement zwischen der Regierung und den Oppositionsparteien unterzeichnet.

2000 Im Mai werden die letzten südafrikanischen und botswanischen Interventionstruppen aus Lesotho abgezogen. Die Wahlen werden auf 2001 verschoben.
2001 Erneut werden die Wahlen um ein Jahr verschoben. Das Wahlrecht wird modifiziert. 80 Sitze werden wie bisher nach reinem Mehrheitswahlrecht vergeben, 40 nach Verhältniswahlrecht.
2002 Aus den Parlamentswahlen im Mai geht die LCD als Sieger hervor. Sie erringt eine absolute Mehrheit von 77 der 120 Sitze. Erneuter Premierminister wird Pakalitha Mosisili. Doch auf Grund des neu eingeführten Verhältniswahlrechtes haben auch Oppositionsparteien die Möglichkeit, ins Parlament einzuziehen. Das Wahlergebnis findet unter weiten Teilen der Bevölkerung Akzeptanz.
2005

Erstmals finden Wahlen auf kommunaler Ebene statt.

Mit Jahreswechsel ist das Welttextilabkommen ausgelaufen. Chinesische und südostasiatische Tochterfirmen in Lesotho schließen ihre Fabriken, da sie nun von ihren Heimatländern quotenfrei exportieren können. In Lesotho schließen im ersten Halbjahr sechs Fabriken, mehr als 7.000 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Lesotho kann die Verluste relativ in Grenzen halten, da das Land auf Grund des US-amerikanischen Gestzes AGOA (African Growth and Opportunity Act) einen zollfreien Zugang zum US-Markt hat. Lesotho beliefert das Niedrigpreissegment.

2007 Bei den Parlamentswahlen am 17. Februar erreicht die LCD unter Mosilili 61 der 120 Sitze. Die Wahlen werden von Wahlbeobachtern als insgesamt frei und fair eingeschätzt. Allerdings bestehen Differenzen zwischen Regierung und Opposition hinsichtlich der Anerkennung des Wahlergebnisses fort. Streitpunkt sind vor allem die Wahlbündnisse von Parteien und die sich daraus ergebende Zuordnung der 40 Sitze nach repräsentativem Wahlrecht.
2009

Im Juli wird die SADC-Vermittlung durch den ehemaligen botswanischen Präsidenten Masire ohne Ergebnis beendet, insbesondere aufgrund der mangelnden Kooperation seitens der Regierung.

Im August nehmen auf Vermittlung von Kirchen- und Geschäftskreisen die Regierungs- und Oppositionsparteien die Gespräche wieder auf.

2012

Bei den Parlamentswahlen am 16. Mai geht der Democratic Congress von Premier Mosisili als stärkste Kraft hervor. Der erst vor einem Vierteljahr gegründete DC erhält 48 Sitze. Stärkste Oppositionspartei wird die All Basotho Convention mit 30 Sitzen. Nachdem Mosisili mit der Bildung einer Koalitionsregierung scheitert, tritt er am 30. Maii zurück.

Tom Thabane von der All Basotho Convention wird am 8. Juni neuer Premierminister. Er leitet eine Koalition aus ABC, LCD und BNP, die von der PFD, MFP und weiteren kleinen Parteien gestützt wird. Die ist die erste Koalitionsregierung in der Geschichte Lesothos.

2013

Die Gewerkschaften fordern die Einlösung der Versprechen der Koalitionsparteien, für Lohnerhöhungen und Arbeitsplätze zu sorgen. Sie verlangen die Entlassung des Arbeitsministers, der es nicht verstehe, bei den Unternehmern auch nur moderate Lohnerhöhungen durchzusetzen.. Die Regierung verweist darauf, dass sie in dieser Frage nur eine vermittelnde Rolle einnehmen könne.

Vorreiter des Drucks auf die Regierung ist die Textilgewerkschaft. Im Oktober 2013 hatten sie sich bereits mit Streiks organisiert. 60 Prozent des verarbeitenden Gewerbes werden von der Textilindustrie bestimmt. Wichtigstes Exportland ist die USA aufgrund des African Growth and Opportunity Act (AGOA). Die Ausfuhren dorthin können in diesem Jahr gesteigert werden.

Ein anderes Problem für den Arbeitsmarkt ist immer noch der Grenzverkehr für Wanderarbeiter nach Südafrika. Seit Juni 2010 hat Südafrika das Grenzregime verschärft. Die lesothische Regierung hat es bis dato nicht geschafft, Arbeitern und Arbeiterinnen mit den entsprechenden Dokumenten und Reisepässen auszustatten, die für eine Arbeitsaufnahme in Südafrika erforderlich sind. Nicht von ungefähr gewinnt die Frage nach Föderation mit Südafrika wieder an Bedeutung.

2014

Die Schätzungen für die Konjunktur 2014 sind günstig. Der Internationale Währungsfond IWF und auch andere renommierte Wirtschaftsinstitute erwarten erstmals seit zehn Jahren ein Wirtschaftswachstum über fünf Prozent. Das Baugewerbe erwartet einen Aufschwung. Der Bau eines Dammes und eines Wasserkraftwerkes beginnt in diesem Jahr. Die Textilindustrie erwartet noch einmal eine Absatzsteigerung in die USA. Allerdings läuft AGOA 2015 aus. Die Verhandlungen um eine mögliche Verlängerung müssen in diesem Jahr aufgenommen werden. Auf der anderen Seite muss mit einem weiteren Rückgang der Beschäftigung von Wanderarbeiter in Südafrika gerechnet werden. Zum Jahreswechsel fanden noch 37.000 lesothische Arbeitskräfte in Südafrika eine Stelle. Lesotho ist in hohem Maße von deren Überweisungen abhängig.

Premierminister Tom Thabane suspendiert das Parlament auf unbestimmte Zeit, weil ihm ein Misstrauensvotum droht. Der Versuch eines Putsches kann anschließend abgewendet werden. Als sich die Lage am 31. August zuspitzt, flieht Thabane nach Südafrika, gezwungen durch den Militärchef Tlali Kamoli und dessen Anschläge auf Polizeireviere. Die Wahlen werden auf Anfang 2015 vorgezogen. Anfang September kehrt Thabane wieder nach Lesotho zurück.

Den Journalisten Abel Chapatarango, Shakeman Mugari und Caswell Tlali wird die Ausübung ihres Berufs verboten. Sie dürfen im Umkreis von 200 Kilometern Entfernung der Hauptstadt Maseru und innerhalb der nächsten zwölf Monate keine eigene Zeitung zu gründen. Bedenkt man die Größe Lesothos, kommt dies einem Berufsverbot gleich. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und eigene Publikationsorgane gegründet zu haben, während sie für andere Medien arbeiteten. Außerdem sollen sie bei früheren Arbeitgebern Mitarbeiter aufgewiegelt haben. Das Media Institute of Southern Africa (MISA) kündigt an, gegen die Entscheidung der Justiz rechtlich vorzugehen.

2015 Bei den vorgezogenen Wahlen im Februar 2015 wird der frühere Regierungschef Pakalitha Mosisili von der oppositionellen Partei Demokratischer Kongress (DC) gewählt. Er bildet eine neue Koalitionsregierung.

Nachdem Thabane von LDF-Attentatsplänen gegen ihn hört, flieht er außer Landes. Er ist offizieller Oppositionsführer. Die gesamte Opposition ist im Exil oder boykottiert das Parlament. Die Opposition verfügt über 55 Parlamentssitze, während die Regierungspartei mit nur 65 Sitzen eine dünne Mehrheit bildet. Im Juni werden 50 Soldaten der Lesotho Defence Force (LDF) wegen Meuterei angeklagt, ebenso der ehemalige Generalstabschef Maaparankoe Mahao, der aber nicht vorgeladen oder verhaftet wird. 23 Soldaten kommen vor ein spezielles Militärgericht.

Durch Machtkämpfe innerhalb der Armee ist die Lage in Lesotho zu Beginn der zweiten Jahreshälfte angespannt. Die Erschießung Mahaos am 25. Juni durch Soldaten der LDF ist vorläufiger Höhepunkt der Auseinandersetzungen. Unterschiedliche Aussagen der Regierung und des Neffen Mahaos, der mit ihm zu diesem Zeitpunkt unterwegs war, erschweren eine Tatrekonstruktion.

Darüber hinaus kommt es zu Entführung und Misshandlung von Soldaten durch andere Soldaten. Journalisten und Oppositionspolitiker fliehen nach Südafrika, weil sie auf der Todesliste stehen.
Ein SADC-Untersuchungsausschuss analysiert den Fall von Mahao und verlangt eine Amtsenthebung des Generalleutnants und Befehlshabers der Lesotho Defence Force (LDF), Kennedy Tlali Kamoli.

2016 Die Regierung nimmt den Untersuchungsbericht der SADC zum Tod Mahaos erst auf Druck der SADC Mitte Januar an. Die Opposition boykottiert weiterhin das Parlament. Sie verlangen die Absetzung des Armeechefs Tlali Kamoli und für ihre Rückkehr den Schutz durch die SADC. Am 1. März wird der Haushalt bereits zum zweiten Mal allein ohne Beteiligung der Opposition von der Regierungspartei beschlossen.

Folgen der Krise sind unter anderem, dass die Europäische Union ihre finanzielle Unterstützung in Höhe von 26,85 Mio. US-Dollar gestoppt und die USA ihre bilaterale finanzielle Entwicklungsförderung eingestellt haben.

Es kommt immer wieder zu Festnahmen und Angriffen auf kritisch berichtende Journalisten oder Oppositionelle (Schüsse auf Lloyd Mutungamiri, Anzeige gegen Basildon Peta, Angriff auf das Auto und Ermordung der Tochter des Politikers Lehlohonolo Moramotse).

Als Kamoli Ende 2016 sein Amt als Armeechef verliert, kehren die Oppositionspolitiker teilweise wieder ins Land zurück.

2017

In einem Misstrauensvotum stürzt die Opposition unter Tom Thabane (All Basotho convention – ABC) und Monyane Moleleki (Alliance of Democrats – AD) Anfang März die Regierung Lesothos. Erst im Februar war Thabane aus dem Exil in Südafrika nach Lesotho zurückgekehrt. Premierminister Bethuel Pakalitha Mosisili bittet König Letsie III darum, den Weg für Neuwahlen frei zu machen. Diese finden am 3. Juni statt und werden von der ABC und der AD, der Basotho National Party (BNP) und dem Reformed Congress of Lesotho (RCL) für sich entschieden, die fortan eine Regierungskoalition bilden. Tom Thabane wird wieder Premierminister.

Am 14. Juni, zwei Tage vor Amtseinführung Thabanes, wird seine Frau erschossen.

Innerhalb des Militärs kommt es im September zu mehreren Erschießungen. Der Kommandeur der LDF, Motsomotso, wird von zwei hochrangigen Offizieren erschossen, die ihrerseits von Sicherheitskräften getötet werden. Auch der frühere Armeegeneral, Generalleutnant Tlali Kamoli, wird verhaftet und angeklagt, was die Situation im Land verschärft.
Die fragile Sicherheitslage veranlasst die SADC Ende des Jahres Soldaten und Polizeikräfte nach Lesotho zu entsenden.

2018

Lesotho besitzt geringe staatliche Mittel und befindet sich in einer Krise. Dem Finanzminister Moeketsi Majoro zufolge liegt dies an gesunkenen Einnahmen durch die Zollunion mit Südafrika und daran, dass die Steuerbehörde ihre Zielvorgaben nicht erreicht habe.

Wegen des Baus eines neuen Staudammes, dem Polihali-Damm, durch das Lesotho Highlands Water Project (LHWP) müssen bis zum Beginn der zweiten Bauphase im Jahr 2019 29 Dörfer umgesiedelt werden. Diese Umsiedlung soll entweder mit Einmalzahlungen oder jährlichen Lieferungen von Getreide und Bohnen kompensiert werden. Laut LHWP ist die Stimmung in der Region positiv, die Organisation Survivors of Lesotho Dams (SOLD) droht allerdings damit, das neue Projekt zum Stillstand zu bringen, wenn Betroffenen aus der ersten Bauphase nicht angemessen ihre zugesagte Entschädigung gezahlt werde.

2019

Premierminister Tom Thabane gerät massiv unter Druck. Während er selbst im Februar verkündet, bis 2027 im Amt zu bleiben und bei der nächsten Wahl 2022 anzutreten, wird im Juni ein Misstrauensvotum gegen ihn eingeleitet. Schon früher wurden parteiübergreifende Vorwürfe laut, Thabane habe die Kontrolle über Partei und Regierungskoalition an seine Frau abgegeben. Der Premierminister entkommt dem Votum, indem er das Parlament auf unbestimmte Zeit schließen lässt. Ab August unterstützt auch die Generalstaatsanwaltschaft die Absetzung des Premiers.

Während die politischen Streitigkeiten das ganze Jahr über anhalten, sind 700.000 Menschen im Land vom Hunger betroffen. Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin schlecht.

Die Hirten des Landes werfen der Regierung Korruption vor. 2018 hatte diese einen Monopolvertrag mit einem chinesischen Wollhändler vereinbart. Seitdem dürfen die Hirten ihre Wolle nicht mehr auf dem freien Markt verkaufen. Dieser zahle jedoch entweder gar nicht oder zu wenig. Viele Hirten müssen ihre Mitarbeiter entlassen. Im Juni kommt es zu lautstarken Protesten vor dem Parlament.

Anfang Juni unterzeichnet Finanzminister Moeketsi Majoro ein Kreditabkommen mit der Weltbank über insgesamt 128 Mio. US-Dollar. Davon sind 78 Mio. Dollar für die Phase II des Lowlands Water Project vorgesehen. In einem Gebiet um Maputsoe und Hlotse soll die Wasserversorgung für Industrie und Haushalte verbessert werden. Mit 50 Mio. US-Dollar soll die Phase II des Smallholder Agricultural Development Project (SADP) unterstützt werden. Dabei geht es um die Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft.

2020

Am 10. Januar wird Maesaiah Thabane, die dritte Ehefrau des Premierministers, wegen Mordes an der 2017 erschossenen Ex-Frau Lipolelo angeklagt, im Februar aber auf Kaution freigelassen. Nach Protesten, bei denen erneut der Rücktritt des umstrittenen Premiers gefordert wird, gerät auch Tom Thabane unter Mordverdacht. Als Reaktion auf die Anklage verkündet er einen Rücktritt bis Juli desselben Jahres. Als Begründung schiebt er sein hohes Alter (80) vor.

Mitte März kommt es zu einem Streik auf einer Baustelle im Gebiet des geplanten Polihali-Damms, der Teil der Phase II des Lesotho Highlands Water Project (LHWP) ist. Die Arbeiter fordern Löhne in der ihnen zugesagten Höhe, doch statt zu verhandeln setzt das südafrikanisch-lesothische Konsortium Polizei und Militär gegen die Arbeiter ein lässt sie aus ihren Unterkünften vertreiben.

Von der internationalen Corona-Pandemie bleibt das Land zunächst verschont. Obwohl der erste Fall erst am 24. März bekannt wird, lässt Premier Thabane schon am 18. März den Notstand ausrufen. Aufgrund von drastischen Maßnahmen und Grenzschließungen ist Lesotho das ganze Jahr über vergleichsweise wenig vom Virus betroffen.

Am 18. April ziehen schwer bewaffnete Soldaten durch die Straßen Maserus, angeblich, um einem Umsturzversuch zuvorzukommen, doch der Armeechef verweigert den Befehl zum Eingreifen, um Blutvergießen zu vermeiden. Nicht zuletzt auf Druck Südafrikas erklärt Thabane seinen frühzeitigen Rücktritt zum 29. Mai. Er hinterlässt eine gespaltene Partei ABC. Im Anschluss findet das Gericht heraus, dass Thabane umgerechnet 20.000 Euro für die Ermordung seiner Exfrau gezahlt haben soll. Neuer Premier wird Moeketsi Majoro, als bisheriger Finanzminister ebenfalls Mitglied der ABC.

Sexuelle Gewalt in der Textil- und Bekleidungsindustrie Lesothos gehört zum Alltag. Einer Koalition aus Gewerkschaften, Frauenrechtsorganisationen und NGOs ist es gelungen, die US-Firma Levi Strauss – Hauptabnehmer der in Lesotho produzierten Jeans – und die Nien Hsing-Gruppe zu einem Abkommen zu bewegen, mit dem Ziel: Null Toleranz gegenüber sexueller Belästigung, Anstellung von mehr Frauen in Vorarbeiterpositionen, Festanstellung aller Arbeitskräfte und Anerkennung der Gewerkschaften.

2021

Die Zahl der Covid-19-Fälle hat sich in Lesotho mit Mitte Januar auf 4.137 erhöht, gegenüber 2.137 am 1. Dezember des Vorjahres. Der internationalen Flughafen Moshoeshoe I in Maseru wurde bis 27. Januar für jeglichen Verkehr geschlossen. Damit ist das Land effektiv von Südafrika und damit vom Rest der Welt abgeschottet. Beim Versuch, illegal die Grenze nach Südafrika zu überqueren, um die Kosten für den vorgeschriebenen Covid-19-Test zu umgehen, waren nach offiziellen Angaben bis Anfang des Jahres fünf Menschen ums Leben gekommen. Sie waren im Grenzfluss ertrunken.

Premierminister Majoro hat für den 13. Januar einen totalen Lockdown für mindestens vierzehn Tage bekanntgegeben. Die Straßenverkäufer:innen bringen die Regierung vor Gericht, da auch sie ihrem Gewerbe nicht mehr nachgehen dürfen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Zwiebeln, Kohl, Tomaten und Äpfel lebenswichtige Güter seien, wenn sie im Supermarkt angeboten würden, aber nicht, wenn dies im Straßenverkauf geschehe. Zudem handle es sich um unfairen Wettbewerb und führe dazu, dass sie hungern müssten, da es keine Notfallpläne zu ihrer Unterstützung gebe.

Wenige Tage nach Beginn ihrer Ausbildung im Februar versterben vier Polizeirekruten aus bisher offiziell noch nicht bekannten Gründen. Für LEPOSA, die Mitarbeiter-Vertretung der Polizei, liegen die Ursachen dieses tragischen Ereignisses jedoch klar auf der Hand: Das Polizeiwesen in Lesotho sei durch und durch verkommen. Die Auswahl für den Dienst erfolge nicht nach sorgfältiger Prüfung der generellen Eignung und besonders der körperlichen Fitness, sondern auf der Basis persönlicher Kontakte. Unter Polizeipräsident Molibeli seien Morde und Gewalt gegen Frauen und Kinder an der Tagesordnung, inkompetente Polizisten fraternisierten mit Kriminellen. Nach Angaben des UN Office on Drugs and Crime liegt die Mordrate in Lesotho im weltweiten Vergleich an fünfter Stelle, nach El Salvador, Jamaica, Venezuela und Honduras und sogar höher als in Südafrika.

Lesotho ist sowohl Ausgangs- als auch Transitland für Menschenhandel. Die meisten Menschenhändler arbeiten in informellen Netzwerken und rekrutieren ihre Opfer in der Familie oder aus der Nachbarschaft. Es wird jedoch auch von chinesischer und nigerianischer organisierter Kriminalität berichtet. Ausländische Opfer werden zusammen mit Einheimischen durch Lesotho nach Johannesburg transportiert und dort verteilt. Mindeststandards für die Bekämpfung von Menschenhandel wurden lange in Lesotho nicht angegangen. 2015 wurde unter dem damaligen Innenminister Lekhetho Rakuoane eine multisektorale Sondereinheit geschaffen, ein Aktionsplan erarbeitet und Personal in der Erkennung entsprechender Straftaten geschult. Nachdem Tom Thabane 2017 erneut Premierminister wurde, ließen die Anstrengungen auf diesem Gebiet nach. Die gegenwärtige Regierung unter Moeketsi Majoro hat nun den Entwurf einer Novellierung des Gesetzes von 2011 vorgelegt. Dies geschah vermutlich auch auf Druck der US-Regierung, die wiederholt damit gedroht hatte, jegliche Unterstützung für Lesotho einzustellen, wenn sich die Regierung nicht ernsthaft darum bemühte, dem Menschenhandel Einhalt zu gebieten.

Das Unternehmen MG Health, das seit 2017 in den Bergen Lesothos medizinisches Cannabis anbaut, wird ab Juni sein Produkt nach Europa exportieren, nachdem die EU Ende März die Zulassung erteilt hat. Die ersten Lieferungen werden nach Deutschland gehen, da hier das meiste medizinische Cannabis verarbeitet wird.

(Stand: Mai 2021)